Melanchthonstraße

Wie alles begann... und wie es jetzt ist

Im Lauf des Jahres 2017 hörte man das erste Munkeln im Hause, dass es bald eine neue Wohnung gäbe, die wohl zum Fichtehaus gehöre, sich aber nicht in seiner direkten Nähe befände. Rob, unser allzeit bereiter und bienenfleißiger Heimleiter hatte sich um die Übergabe der Wohnung, die Kommunikation mit dem Vormieter und um die Sichtung der Lage gekümmert. Im Laufe des Jahres bildete sich dann der Arbeitskreis Melanchthonstraße, der sich mit Fragen rund um die Wohnungen beschäftigte und Rob bei der Sichtung und Eingliederung der Wohnung in die Fichtehaus-Strukturen unterstützte.

Es handelte sich bei den Wohnungen um eine größere im zweiten Stock und eine kleinere Dachwohnung, welche zu unterschiedlichen Zeiten bezugsfähig wurden. Die größere Wohnung wurde bereits im April 2018 bezogen, befand sich jedoch bei der Übergabe ans Fichtehaus im Jahr 2017 in einem renovierungsbedürftigen Zustand. Es war klar, dass eine intensive Grundreinigung sowie eine Neuverlegung der Böden in allen Wohnräumen nötig war. Ebenso mussten die Küche gestrichen und Küchenmöbel ausgetauscht werden, das kleine Bad der Wohnung war unsauber und die Badfliesen von Schimmelflecken bedeckt, der Keller der Wohnung war mit einem Haufen an Sperrmüll vollgestellt und auch sonst nicht sonderlich sauber. Mit einem schönen Westbalkon mit dem Blick ins Grüne und einer großzügigen Zimmeraufteilung versprach diese Wohnung jedoch – natürlich nach ausgiebiger Sanierung – einen wohnlichen neuen Raum für Fichtis zu bieten. Da die Zweizimmerwohnung im Dachgeschoss des Hauses noch vom Vormieter für ein weiteres Jahr bewohnt wurde und einer Badsanierung bedurfte, konnte sie allerdings erst 2019 bezogen werden. Inzwischen sind wir in der Melanchthonstraße zu viert: Zu zweit im zweiten Stock und zu zweit im Dachgeschoss. Durch das von Magdalena initiierte Gartenprojekt mit der Hausgemeinschaft der Melanchthonstraße in diesem Frühjahr haben wir inzwischen auch einen guten Draht zu all unseren Nachbarn hier im Haus. Das gewonnene Wissen aus der Selbstverwaltung, welches wir in unserer Wohnzeit in der Herrenbergerstraße erlangt haben, lässt sich also auch in diesem neuen Kontext wunderbar anwenden. Die Renovierung – Vorher Pfui und Nachher Hui!

Wie bereits beschrieben verlangten beide Wohnungen in der Melanchthonstraße nach einer ausgiebigen Sanierung und Reinigung. Im Fichti-Bewerbungsverfahren Anfang des Jahres 2018 bewarben sich also überhaupt nur zwei Personen, die den Schritt des Umzugs und der Renovierung wagen wollten; letztendlich waren es dann auch wir, das sind Ahmed und Magdalena, die einzogen. Gemeinsam mit Magdalenas Eltern entsorgten wir die verstaubten Teppichböden, rissen alte Fußleisten raus, schrubbten das Bad und den Balkon, strichen die Küche, montierten neue Schränke, und verlegten – zur Krönung der Sanierung – in den ersten beiden Zimmern ca. 60m2 Korkboden. All das geschah im März 2018, sodass wir im April endgültig umziehen konnten. Im Laufe des Jahres entledigten wir uns zudem des Sperrmülls aus dem Keller, und kümmerten uns um weitere Sanierungsarbeiten wie den Austausch von Wasserhähnen, den Austausch einer Heizung und der Küchenspüle, das Streichen und Reinigen des Kellers und die Montage neuer Lampen. Im Sommer 2019 verlegten wir schließlich auch im letzten Zimmer der Wohnung einen Korkboden und hatten somit die Grundsanierung der Wohnung fürs Erste abgeschlossen. Nachdem wir uns dieses Frühjahr vor allem um den Garten Gedanken gemacht haben, stehen für dieses Jahr aber auch schon wieder neue kleinere Sanierungsarbeiten an, wie z.B. das Streichen des Balkongeländers und der Wasserrohre in der Wohnung.

In der Dachgeschosswohnung organisierte Rob im vergangenen Jahr die Sanierung des Bads, weshalb im Anschluss Valentin und Denniz als neue Mitbewohner in der Melanchthonstraße einzogen. Auch die beiden sind fleißig damit beschäftigt, zu streichen, auszumisten und zu renovieren. Da in ein bis zwei Jahren eine Dachsanierung (u.a. zur Isolierung) des gesamten Hauses ansteht, wird es auch im oberen Geschoss immer gemütlicher werden.

Die Eingliederung ins Fichtehaus

Eine zentrale Frage hatte sich dem Arbeitskreis vor dem Eröffnen der Bewerbungsphase 2018 gestellt: Wie werden wir es schaffen, trotz der örtlichen Distanz der Melanchthonstraße zum Fichtehaus in der Herrenbergerstraße, eine Verbindung zwischen den Bewohnern und den Wohnprojekten herzustellen? Aus Sicht der Selbstverwaltung war das der Knackpunkt, denn die Bewohner der Wohnung sollten gleichermaßen in die Prozesse der Hausverwaltung eingebunden werden, wie die 69 anderen Fichtis. Letztendlich erwies sich die verpflichtende Teilnahme der Melanchthonstraßenbewohner am Heimausschuss und der Heimvollversammlung und, im Gegenzug, ihre Entbindung von der Teilnahme an den Gremien des Hauses als tragbares und sinnvolles Konzept. Wichtig war dabei, dass die ersten Bewohner der Melanchthonstraße erfahrene Fichtis waren, die sich mit den Strukturen des Hauses und der Selbstverwaltung auskannten und sich somit aktiv beteiligen konnten. Auch wenn die Kommunikation und die Aufgabenverteilung anfänglich etwas holprig liefen, die neue Situation musste sich beiderseits erst neu einspielen, so ist die Melanchthonstraße jetzt – also gut zwei Jahre später – bereits ein fester Bestandteil der Strukturen des Hauses. Bereits im Juni 2018 fand ein gemeinsamer Gartentag der Fichtis in der Melanchthonstraße statt. Wie auch schon bei der Initiierung und der Begleitung des Melanchthonstraßen-Projektes in seiner Entstehung spielte Rob auch bei der Bildung der Verbindung des Hauses mit den neuen Wohnungen eine große Rolle, denn er organisierte Geräde und Verpflegung für den Gartentag und setzte sich auch sonst für eine gute Kommunikation zwischen zwischen allen Fichtis ein. Eine zweite Edition des für März 2020 geplanter Gartentages wurde leider von der Corona-Krise verhindert. Jedoch gibt es auch weitere Aktionen, bei denen wir uns als Melanchthonstraßenbewohner im Haus beteiligen. Darunter sind die Erstie-Rally zum Anfang jeden Semesters sowie die Fichti-Fußballgruppe, die seit drei Jahren immer im Sommer gemeinsam kickt. Und natürlich freuen wir uns auf alle weiteren Gemeinschaftsprojekte!

Hier noch ein paar Bilder

 

 

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